Unser Museumsschiff

Der Aalschokker

Der historische Aalschokker "Maria Theresia" liegt im Sieg-Altwasser "Diescholl" und ist der ganze Stolz der Fischereibruderschaft.

Das alte Fischereisegelschiff wurde 1894 in den Niederlanden als Frachtschiff gebaut und erst 1941 zum Aalschocker umgewidmet. Bis in die 1950er Jahre diente es dem Aalfang auf dem Rhein.

Der Begriff "Schokker" stammt aus dem Niederländischen und ist nach der Insel Schokland in der Zuidersee benannt, in denen dieser Schiffstyp eingesetzt wurde. Bezeichnend ist der ausschwenkbare Schokkerbaum, an denen über Rollen die Schleppnetze ins Wasser gelassen wurden. Nur mit Seilwinden konnte das Netz ausgelegt und eingeholt werden.

Ende der 1950er Jahre war es allerdings schon vorbei mit dem Aalfang, denn ab dann durfte der Rhein auch nachts befahren werden. Die kleinen Schokker, die abends auf den Fluss geschleppt und verankert wurden, waren damit im Weg.

Heute liegt die Maria Theresia unterhalb des Fischereimuseums im Altwasser Diescholl und gehört als bewegliches Denkmal zum Fischereimuseum der Bruderschaft.

Die Restaurierung

Ende 2017 wurde die Maria Theresia aufwendig restauriert. Dazu verließ sie erstmals seit 30 Jahren ihren Platz unter dem Fischereimuseum und wurde zur Lux-Werft geschleppt, wo sie 4 Monate lang saniert und gewartet wurde. Außerdem bekam sie einen neuen, 15 Meter hohen Mast und ein komplett neues Innenleben. Zukünftig sollen dort Ausstellungen stattfinden.

Wir danken unseren Unterstützern NRW-Stiftung, Heimat- und Geschichtsverein Troisdorf, Stadtverwaltungen Troisdorf und Niederkassel, Kreissparkasse Köln, VR-Bank Rhein-Sieg, Lux-Werft, Zimmerei Thomas Mandt, Schreinerei Guido Mondorf, Elektro Günter Schmidt, Wohnbaumanagement Schell, Maschinenbau Kitz GmbH sowie vielen privaten Spendern und den Fischerbrüdern, die mehr als 800 Stunden ihrer Freizeit in die Restaurierung des Aalschokkers steckten.

Näheres dazu finden Sie in unserer Pressemitteilung.

Restaurierung des Aalschokkers

  1. Vorbereitende Arbeiten wie grobe Säuberung und Freiräumung der beweglichen Gegenstände auf dem Schokker, Entfernen der Netze etc...
  2. Abschleppen des Schokkers per Motorboot zur Lux-Werft in Mondorf (auf Dock legen)
  3. Sandstrahlen zum Entfernen der alten Farbe und evtl. Korrosion
  4. Grundieren und Neubeschichtung (Lackieren)
  5. Überarbeitung der mechanischen Aggregate wie zum Beispiel der Ankerwinde, der Keulenwinde, des Ruders etc...
  6. Anbringen einer Sicherheitsleiter zur späteren Begehung des Schokkers
  7. Anbringen einer Sicherheitsreling in einfacher Bauform seitlich des Schokkers
  8. Anbringen der Keulenhamen, des Mastes und eines neuen Keulennetzes
  9. Zurückschleppen des renovierten Schokkers an seinen Liegeplatz im Diescholl
  10. Erstellung eines Angebotes und eines Lieferplan zur Durchführung der aufgelisteten Arbeiten durch die Lux-Werft in Mondorf
  11. Festlegung der in Eigeninitiative der Fischerbrüder durchzuführenden Arbeiten
  12. Renovierung und Ausbau der Kajüte zum Museumsraum
  13. Stromverlegung auf den Aalschokker

Kenndaten des Schokkers

  • Länge ca. 15 Meter
  • Breite ca. 4,50 Meter
  • Tiefgang ca. 1 Meter
  • Gesamthöhe Bootskörper 2,2 Meter
  • Umlegbarer Holzmast Durchmesser 30 cm und ca. 20 Meter hoch
  • Die Masse des Schokkers beträgt ca. 22 Tonnen

Das neue Museumsschiff

Mit der Restaurierung wurde die Maria Theresia so umgestaltet, dass sie nun erstmals für Besucher zugänglich ist. Als neue Attraktion des Fischereimuseums wird es im umgebauten Inneren Ausstellungen geben.

Eindrücke des historischen Aalschokkers